Die Rücknahmepflicht ist die Pflicht eines jeden Verpackungsverantwortlichen, für die Verpackungen, für die er verantwortlich ist, d.h. die er auf den belgischen Markt bringt, die im Zusammenarbeitsabkommen festgelegten Verwertungs- und Wiederverwertungsprozentsätze zu erreichen.

Es geht also nicht um die Verpflichtung, alle Verpackungen, die er auf den Markt gebracht hat, tatsächlich zurückzunehmen, d.h. sie bei den Kunden abzuholen.

Die Mindestanteilwerte, ausgedrückt als prozentualer Anteil am Gewicht bezogen auf das Gesamtgewicht, der in Belgien auf den Markt gebrachten Einwegverpackungen betragen ab 2009 für Verpackungsabfälle häuslicher Herkunft:

  • stoffliche Verwertung: 80%;
  • Verwertung zuzüglich „Verbrennung mit Energiegewinnung in Müllverbrennungsanlagen“: 90%.

Für Verpackungsabfälle industrieller Herkunft betragen die Mindestanteilwerte, ausgedrückt als prozentualer Anteil am Gewicht bezogen auf das Gesamtgewicht, der in Belgien auf den Markt gebrachten Einwegverpackungen:

Ab 2010

  • stoffliche Verwertung: 80%;
  • Verwertung zuzüglich „Verbrennung mit Energiegewinnung in Müllverbrennungsanlagen“: 85%.

Ab 2010 müssen zudem für die verschiedenen Verpackungsmaterialien bezogen auf die stoffliche Verwertung die folgenden Mindestprozentsätze für das gesamte belgische Staatsgebiet erreicht werden:

  • 60% des Gewichts für Glas;
  • 60% des Gewichts für Papier/Pappe;
  • 60% des Gewichts für Getränkekartons;
  • 50% des Gewichts für Metall;
  • 30% des Gewichts für Kunststoffe, wobei ausschließlich das Material zählt, das als Kunststoff wiederverwertet wird;
  • 15% des Gewichts für Holz

Beispiel:

  • War ein Unternehmen im Jahr 2010 für 10 Tonnen Verpackungen häuslicher Herkunft verantwortlich, muss es nachweisen, dass mindestens 8 Tonnen wiederverwertet wurden, und dass mindestens eine weitere Tonne wiederverwertet oder verwertet wurde (zum Beispiel energetische Verwertung);
  • Wenn wir auf das obige Beispiel zurückgreifen, und es beispielweise 8 Tonnen Papier/Pappe und 2 Tonnen Plastik geht, dann muss das für diesen Abfall verantwortliche Unternehmen nachweisen können, dass es mindestens 4,6 Tonnen Papier/Pappe und 0,6 Tonnen Plastik selbst stofflich verwertet oder der stofflichen Verwertung zugeführt hat.

Wird die Rücknahmepflicht über eine anerkannte Einrichtung erfüllt wird, hat die Einrichtung die Aufgabe, die erzielte Wiederverwertung und Verwertung gegenüber der IVK nachzuweisen. Übernimmt man individuelle die Rücknahmepflicht, muss man selbst die erzielte Wiederverwertung und Verwertung gegenüber der IVK nachzuweisen. Dies hat anhand von Standardbescheinigungen für die Wiederverwertung und Verwertung zu erfolgen.

 

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Interregionalen Verpackungskommission (IVK)